Kath. Kirchengemeinde St. Nikolaus Kamp-Bornhofen

Neue Wege

Es gibt keinen Augenblick im Leben,
in dem wir nicht einen neuen Weg einschlagen könnten.
Charles de Foucauld

 

Schöne Welt

Möge der neue Tag
dir den Blick
für die Schöneheit
der Welt schärfen.
Irischer Segensspruch

 

Erwartungen

Erwarte nichts vom Menschen,
wenn er für seinen Lebensunterhalt arbeitet
und nicht für seine Ewigkeit.
Antoine de Saint-Exupéry

 

Naturreliefs

Kornfelder soweit das Auge reicht,
Reliefs der Natur -
von dem keines dem anderen gleicht.
Jede Einzelheit,
hebt sich ab im abendlichen Gegenlicht.
Die Halme wiegen sich sanft im Wind,
als spürten sie die Last der Ähren nicht.
Monika Barmann

 

Endlich - unendlich

Was immer ein endliches Wesen begreift,
ist endlich.
Thomas von Aquin

 

Was zählt

Nicht die Jahre in unserem Leben zählen,
sondern das Leben in unseren Jahren.
Adlai E. Stevenson

 

Glaube

Zu glauben ist schwer.
Nicht zu glauben ist unmöglich.
Victor Hugo

 

Glücklich

Glücklich ist, wer sich bei Sonnenuntergang
über die aufgehenden Sterne freut.
Adalbert Ludwig Balling

 

Gottvertrauen

Gerade da hebt sich das Vertrauen auf Gott am höchsten,
wo die menschlichen Hoffnungen am tiefsten sinken.
Denn wo alle menschliche Hilfe weicht,
da macht sie der göttlichen Platz.
Ignatus von Loyola

 

Rückzug zur Besinnung

Gott hat die Kirchen wie Häfen im Meer angelegt,
damit ihr euch aus dem Wirbel irdischer Sorgen
dahin retten und Ruhe und Stille finden sollt.
Johannes Chrystomus

 

Unterwegs sein

Herr, öffne denen, die unterwegs sind, die Augen für die Schönheit der Welt.
Bring sie gesund und sicher an ihr Ziel.
Mach sie dankbar für alles Schöne, was sie unterwegs erleben dürfen.
Lass sie stets zufrieden sein.
Halt ihre Augen und Ohren offen für alles Frohe und Helle.
Gib ihnen Verständnis für jene, die sie in der Fremde kennen lernen.
Lass sie ihr Herz offen halten für Kummer und Schmerz.
Lass sie erkennen, dass wir alle unterwegs sind.
Wir sind Pilger, stets unterwegs zu dir, Gott.
Amen
Jürgen Benisch

 

Schweigsam sehen und hören

Stille ist ein Schweigen,
das den Menschen
Augen und Ohren öffnet
für eine andere Welt.
Edith Stein

 

Kleine Dinge

Wer viel gewinnen will,
muss auf die kleinen Dinge achtsam sein.
Mary Ward

 

Was ist Wahrheit?

Die Wahrheit ist Bewegung nach vorn,
uns immer voraus,
uns immer überlegen.
Die Wahrheit ist Weisheit jenseits unserer Weisheit,
sie ist Logik jenseits unserer Logik,
sie führt uns hinaus ins Unbekannte
und verführt uns zur Kreativität.
Sie lässt uns nach Neuem forschen
und Neues finden in unermüdlicher Suche -
durch ihn, den Geist,
der in uns lebt als eine Gnade.
P. Henri Boulad S. J.

 

Überwindungskraft

Es fällt uns oft schwer,
gerade unsere kleinen Schwächen zu überwinden,
sind sie uns oft eine wahre Demütigung,
aber scheuen Sie sich nicht,
und Sie werden bald sehen,
wie Gottes Gnade und Liebe Ihnen hilft,
wie einfach, schlicht, friedvoll und glücklich
sich Ihr Leben gestalten wird.
Hildegard Burjan

 

Wissenschaft und Religion

Die Wissenschaft gibt dem Menschen Wissen, das Macht ist;
die Religion gibt ihm Weisheit, die das Leben formt.
Martin Luther King

 

Taten

ie Rede hat Leben,
wenn die Taten sprechen.
Antonius von Padua

 

Mut zur Bewegung

Mit der Lust zu leben
und etwas zu unternehmen,
nimmt auch die Lust zum Arbeiten zu -
und der Mut, mehr zu wagen und zu riskieren.
Theodor Fontane

 

Das Argument

Es gibt ein Argument, das man allen Spitzfindigkeiten der Glaubenslosen entgegenhalten kann:
Noch niemand hat je an seinem Sterbebett bereut, ein Christ gewesen zu sein.
Thomas Morus

 

Kleine Schritte

Ich wurde freundlich angesprochen:
Spring doch mal über deinen Schatten!
Ich wusste gleich, es ging nicht.
Aber dass einer mich anlachte - und so
freundlich mich herausforderte,
gab mir den rettenden Mut,
kleine Schritte zu machen.
Schritte mit Schatten, aber doch kleine Schritte.
Es ging vorwärts.
Viele kleine Schritte ergeben auch einen Sprung.
Jürgen Benisch

 

Gottes Wille

Dies ist doch die Botschaft eines jeden Kreuzes!
Es zeigt die eisige Einsamkeit und brutale Sinnlosigkeit des Todes.
Aber immer auch die Zusage Gottes,
dass er aus Liebe zu uns ganz anderes für uns will.
Klaus Hurtz

Eifer

Wie es einen bösen, bitteren Eifer gibt,
der von Gott trennt und in das Reich des Todes führt,
so gibt es einen guten Eifer,
der von der Sünde trennt,
zu Gott und zum ewigen Leben führt.
Benedikt von Nursia

 

Sprache Gottes

Auch das kann ein Sprache Gottes sein,
dass er einen immer heftiger fragen und verlangen lässt.
Jochen Klepper

 

Berufung

Die Christen sind berufen,
Gemeinschaft zu pflegen,
zuzuhören, zu ermuntern,
aufzurichten, zu helfen und zu heilen.
Adalbert Ludwig Balling

 

Gerechtigkeit

Gott macht nicht gerecht, weil wir brav sind,
sondern weil er gerecht ist.
Bischof Joachim Wanke

 

Last

Nur wer ernsthaft darüber nachgedacht hat,
wie schwer das Kreuz ist,
kann begreifen,
wie schwer die Sünde wiegt.
Anselm von Canterbury

 

Fasten

das Fasten der Reichen
muss zur Nahrung der Armen werden.
Leo der Große

 

Glaube

Der Schleier des Ungewissen liegt über der Zeit.
Verborgen bleibt, was kommt.
Lebe die Gegenwart - bis die Sonne
aus Gottes Ewigkeit die Nebel löst.
Gerhard Eberts

 

Gebet und Alltag

Wir müssen uns daran gewöhnen, zu lernen,
wie man vom Gebet übergeht
zu den vielerlei Beschäftigungen,
die unser Amt und Beruf mit Recht verlangen.
Franz von Sales

 

Gewissheit

Der Mensch kann nicht ohne Liebe leben.
Er ist aufgerufen,
Gott und den Nächsten zu lieben.
Um aber wirklich zu lieben,
muss er Gewissheit haben;
dass Gott ihn liebt.
Papst Johannes Paul II.

 

Überleben

Die kirche ist mit keinem Zeitalter verheiratet,
deshalb stirbt sie mit keinem;
Sie überlebt alle.
Joachim Kardinal Meisner

 

Versäume keine Zeit

Warte nicht auf eine spätere, gelegene Zeit,
denn du bist nicht sicher,
ob du sie haben wirst.
Die Zeit entschwindet unbemerkt.
Darum versäumt - wer klug ist - keine Zeit
und gibt die gegenwärtige Stunde,
die ihm gehört, nicht ungenutzt weg für eine andere Stunde,
die noch nicht sein Eigen ist.
Katharina von Siena

 

Erkenntnis von Gott

Das ist das Höchste in der menschlichen Erkenntnis von Gott,
dass sie weiß, von Gott nichts zu wissen.
Thomas von Aquin

 

Alles Gute

Von Gott, meinem Vater, erbitte ich,
alles Gute noch einmal auszuführen,
das in vergangenen Zeiten bereits getan wurde,
und auch alles Gute in die Tat umzusetzen,
das in allen kommenden Zeiten ersehnt und erdacht wird.
Vinzenz Pallotti

 

Bibelwort

Der Anfang eines jeden Werkes ist das Wort,
der Anfang jeder Tat die Überlegung.
Altes Testament, Jesus Sirach 37, Vers 16

 

Die Chance

Gib jedem Tag die Chance,
der schönste deines Lebens zu werden.
Mark Twain

 

Gebet zur Gottesmutter

Mutter der Zärtlichkeit und der Weisheit,
zeige uns deinen und Gottes Sohn!
Hilf uns auf unserem Weg der Bekehrung,
damit Jesus seine Herrlichkeit über uns leuchten lasse
an allen Orten unseres persönlichen,
familiären und sozialen Lebens.
Benedikt XVI.

 

Gute Begleitung

Damit hängt es zusammen,
dass es keine Hoffnung ohne Freude gibt.
Diese ist gleichsam
die Begleiterin der Hoffnung.
Heinrich Fries

 

Zum Neujahr

Mach es wie der Baum!
Wenn Frost und Kälte dich bedrängen,
sammle im Innern die Kraft für einen neuen Frühling.

Der Baum ohne Blätter ist nicht tot.
Er konzentriert sich auf das Kommende.

Gib die Hoffnung auf die Zukunft nicht auf.
Geh ins neue Jahr im Vertrauen auf Gott,
vor dem du mehr wert bist als ein dürrer Baum.
Gerhard Eberts

 

Wert des Gebetes

Der Wert des Gebetes hängt nicht von religiösen Gefühlen ab.
Er steht in unmittelbarem Zusammenhang mit dem praktischen Leben
und soll in dieses hineinwirken in tätiger Nächstenliebe,
Barmherzigkeit und Vergebungsbereitschaft.
Irene Heise

 

Nimm dir Zeit

Zeit ist da, uns Zeit zu nehmen;
zu danken ihm, zu loben jenem,
der uns liebend Vater ist,
der immer war der Herr derZeit.
Ja, Zeit berührt die Ewigkeit.
Br. BernhardDöbeli

 

Verbindung mit Gott

Wäre dein Wort nicht Fleisch geworden
und hätte es nicht unter uns gewohnt,
hätten wir glauben müssen,
dass es keine Verbindung gäbe zwischen Gott und der Menschheit -
und wir wären verzweifelt.
Aurelius Augustinus

 

Friede

Friede ist mehr als Nicht-Krieg.
Friede bedeutet Versöhnung, Annäherung, Ruhe in Ordnung,
Menschlichkeit für alle Menschen.
Friede ist nur durch menschliches Umdenken zu erreichen.
Vor allem muss aus den Herzen alles Misstrauen gebannt werden.
Erich Klausener

 

Zeit für Inventur

Für alles gibt es eine Zeit ...
und wenn wir dem Gefühl in uns trauen,
wofür es jetzt in unserem Leben an der Zeit ist,
dann werden wir wissen,
was wir getrost an die Seite legen können und was behaltenswert ist -
auch in unserem Glauben.
Textauszug "Zeit für Inventur", Andrea Schwarz

 

Armut

Nicht vom Geben wird man arm,
sondern vom Behalten.
afrikanisches Sprichwort

 

Segen

Möge Weihnachten für euch ein Licht sein,
das wie ein Stern strahlt und die Finsternis
eurer Nächte durchbricht!

Möge Weihnachten für euch ein Gesang sein,
der aufsteigt wie die Freude, die über eurer Traurigkeit tanzt!

Möge Weihnachten für euch ein Fest sein,
das euch, inmitten eures Kummers,
die Zärtlichkeit des Kindes in der Krippe schenkt!
Charles Singer

 

Alles braucht seine Zeit

Alles muss klein beginnen,
lass etwas Zeit verinnen,
es muss nur Kraft gewinnen,
und endlich ist es groß!
Gerhard Schöne

 

Lasst uns ein Licht anzünden

Lasst uns ein Licht anzünden
in uns und in der Welt,
das uns den Weg zur Weihnacht
mit neuem Glanz erhellt.

Ein Licht, das Lebenswärme
in seiner Flamme trägt
und einen Hoffnungsschimmer
in dunkle Nächte legt.

Lasst uns ein Licht anzünden,
das kein Erlöschen kennt,
weil tief in seinem Innern
der Liebe Feuer brennt.

Ein Licht, das eine Brücke
zu unserem Nächsten baut
und auch zu neuem Glauben,
dem, der auf Gott vertraut.

Lasst uns ein Licht anzünden,
das jenen Weg uns führt,
auf dem der Weihnachtssegen
in uns geboren wird.
Cilli Kehsler

 

Ich habe deine Güte gesehen

Herr, ich denke zurück. Ich gehe noch einmal den Weg durch alle meine Jahre.
Nicht an meine Leistung denke ich. Sie ist gering.
Nicht an das Gute, das ich getan habe. Es wiegt leicht gegen die Last des Versäumten.
An das Gute, das du mir getan hast, denke ich und danke dir.
An die Mesnchen mit denen ich gelebt habe,
an alle Freundlichkeit und Liebe, von der ich mehr empfangen habe, als ich wissen kann.
An jeden glücklichen Tag und jede erquickende Nacht.
An die Güte, die mich bewahrt hat in den Stunden der Angst und der Schuld und der Verlassenheit.
An das Schwere, das ich getragen habe, denke ich,
an Jammer und Mühsal, deren Sinn ich nicht sehe.
Dir lege ich es in die Hand und bitte dich:
Wenn ich dir begegne, zeige mir den Sinn.
Ich denke zurück, Herr, an all die vielen Jahre.
Mein Werk ist vergangen, meine Träume sind verflogen, aber du bleibst.
Lass mich nun in FRieden aufstehen und heimkehren zu dir,
denn ich habe deine Güte gesehen.
Jörg Zink

 

Das Wissen darum

Manche Menschen wissen nicht,
wie wichtig es ist, dass sie einfach da sind.

Manche Menschen wissen nicht,
wie gut es tut, sie nur zu sehen.

Manche Menschen wissen nicht,
wie tröstlich ihr gütiges Lächeln wirkt.

Manche Menschen wissen nicht,
wie wohltuend ihre Nähe ist.

Manche Menschen wissen nicht,
dass sie Geschenke des Himmels sind.

Sie wüssten es,
würden wir es ihnen sagen.
Paul Celan

 

Paradies

Die Erinnerung ist das einzige Paradies,
aus dem wir nicht vertrieben werden können.
Jean Paul

 

Sterben und Leben

Das Sterben ist nicht nur ein Hinausgehen
über die Grenzen des Todes,
sondern ein Hineingehen in ein neues Leben.
Johannes Paul II.

 

Totengedenken

Je mehr wir bereit sind,
betenderweise an jene zu denken, die uns verlassen haben,
um so näher werden sie uns sein;
um so bereiter werden sie uns beschützen und uns segnen.
Es ist die Zärtlichkeit der Toten,
die uns Lebenden wohl will;
die uns Gnade erfleht und göttlichen Schutz.
Adalbert Ludwig Balling

 

Allerseelen

Die Dahingegangenen bleiben mit dem Wesentlichen,
womit sie auf uns gewirkt haben,
mit uns lebendig,
solange wir leben.
Hermann Hesse

 

Hinweis

Das Leben will nicht gelesen, sondern gelebt werden.
Der Weg will nicht gedacht, sondern gegangen werden.
Der Mitmensch will nicht bemitleidet, sondern getragen werden.
Gott will nicht überlegt, sondern geliebt werden.
Christus will nicht bewundert, sondern nachgefolgt werden.
Erlösung will nicht bestaunt, sondern erlitten werden.
Jürgen Benisch

 

Kinder

Unsere Kinder gehören zu den Wundern und Geheimnissen unseres Lebens:
Geschenkt bekommen - nicht ausgesucht.
Gotthard Niebert

 

Vorurteile

Ich brauche einen,
der mir die Brillen meiner Vorurteile nimmt,
der mich sehend macht.
Joachim Dauer

 

Älter werden

Je älter man wird, umso mehr schätzt man das Einfache.
Je älter man wird, desto besser begreift man den Wert der Stille,
aber auch die Kunst und die Botschaft des Schweigens.
Adalbert Ludwig Balling

 

Alt werden

Alt machen nicht die grauen Haare,
alt machen nicht die Lebensjahre;
alt ist, wer den Mut verliert
und sich für nichts mehr interessiert.
Es ist ein großes Glück auf Erden,
mit frohem Herzen alt zu werden.
unbekannt

 

Charakterfrage

Wer seine Pflicht erfüllt,
hat Charakter;
wer nur seine Pflicht erfüllt,
hat keinen.
Hellmut Walters

 

Gottes Wille

Es ist der große Augenblick im Leben eines Menschen,
da Gottes Wille den seinen kreuzt.
Reinhold Schneider

 

Vertrauen

Wer vertraut, verkennt nicht,
dass viele Menschen auf der Erde mit nichts dastehen.
Wer Vertrauen hat, geht der Verantwortung nicht aus dem Weg,
sondern kann aufrecht stehen bleiben.
wo die Gesellschaft aus den Fugen gerät.
Er lässt sich auch nicht von Fehlschlägen aufhalten.
Frère Roger Schutz

 

Glück

Des Menschen Glück besteht nicht darin,
in den Besitz irgendeiner Sache zu kommen,
sondern darin,
mit seinem ganzen Selbst dem Platz zu machen,
was größer ist als man selbst
Rabindranath Tagore

 

Lebensziel

Unser Lebensziel ist dort,
wo die Erde den Himmel berührt,
wo die Zukunft zur Gegenwart wird.
Gotthard Niebert

 

Alles hat seine Zeit

Gottes Werke werden nicht, wenn wir es wollen, sondern wenn es ihm gefällt.
Wir müssen mit geduldiger Zurückhaltung seinen Willen abwarten.
Gottes Werke haben ihren Augenblick. In diesem Augenblick wirkt die Vorsehung,
nicht früher und nicht später.
Vinzenz von Paul

 

Anfang und Ende

Hast du bei einem Werk den Anfang gut gemacht,
wird das Ende gewiss nicht weniger glücklich sein.
Sophokles

 

Dank

Je älter man wird, um so mehr wächst in einem die Neigung zu danken.
Vor allem nach oben.
Das Leben wird ja nun, so stark wie es nie zuvor möglich gewesen wäre,
als eine unentgeltliche Gabe empfunden,
und gar jede restlos gute Stunde nimmt man, wie ein überraschendes Geschenk,
mit ausgestreckten dankbaren Händen entgegen.
Martin Buber

 

Crux est lux

Das Kreuz ist eine Kraft Gottes,
es ist aber auch ein Licht,
ein Licht in den Rätseln des Einzellebens,
ein Licht in den Rätseln der Geschichte unseres Volkes,
ein Licht in den Dunkelheiten der Weltgeschichte.
Michael Faulhaber

 

Unterscheiden können

Herr, gib mir die Geduld,
Dinge hinzunehmen,
die ich nicht ändern kann.
Gib mir den Mut und die Kraft,
zu ändern, was geändert werden muss.
Und gib mir die Weisheit,
das eine von dem anderen zu unterscheiden.
Altes Gebet

 

Frieden

Es gibt keinen Frieden unter den Menschen,
wenn es zuvor keinen Frieden
im Herzen eines jeden Einzelnen gibt.
Johannes XXIII

 

Im Schweigen

Im Schweigen sehen wir alles in einem neuen Licht.
Wenn wir zu schweigen lernen,
können wir andere Menschen innerlich anrühren.
Es kommt nicht so sehr darauf an, was wir sagen,
sondern was Gott zu uns und durch uns sagt.
Mutter Theresa

 

Wachsen und reifen

Bewahre mich, Herr,
vor dem naiven Glauben,
es müsse im Leben alles glatt gehen.
Schenke mir die nüchterne Erkenntnis,
dass Schwierigkeiten, Niederlagen, Misserfolge, Rückschläge
eine selbstverständliche Zugabe zum Leben sind,
durch die wir wachsen und reifen.
Antoine de Saint-Exupéry

 

Theorie und Praxis

Es ist nicht genug, zu wissen,
man muss auch anwenden.
Es ist nicht genug, zu wollen,
man muss auch tun.
Johann Wolfgang von Goethe

 

Liebe

Das höchste Glück im Leben ist die Gewissheit,
geliebt zu sein - so, wie wir sind,
oder besser: obwohl wir so sind.
Victor Hugo

 

Säen und Ernten

Wer heute einen Gedanken sät,
erntet morgen die Tat,
übermorgen die Gewohnheit,
danach den Charakter
und endlich Sein Schicksal.
Gottfried Keller

 

Ursache und Wirkung

Der Beduine, der sich in der Wüste auskennt,
tauchte mich in tiefe Nachdenklichkeit
mit seiner geheimnisvollen Bemerkung:
Es genügt das Fehlen eines einzigen Sterns,
dass die Karawane die Richtung verliert.
Dom Helder Camara
 

Spuren im Sand

Eines Nachts hatte ich einen Traum:
Ich ging am Meer entlang mit meinem Herrn.
Vor dem dunklen Nachthimmel
erstrahlten, Streiflichtern gleich,
Bilder aus meinem Leben.
Und jedes Mal sah ich zwei Fußspuren im Sand,
meine eigene und die meines Herrn.

 

Als das letzte Bild an meinen Augen
vorübergezogen war, blickte ich zurück.
Ich erschrak, als ich entdeckte,
daß an vielen Stellen meines Lebensweges
nur eine Spur zu sehen war.
Und das waren gerade die schwersten
Zeiten meines Lebens.

 

Besorgt fragte ich den Herrn:
„Herr, als ich anfing, dir nachzufolgen,
da hast du mir versprochen,
auf allen Wegen bei mir zu sein.
Aber jetzt entdecke ich,
daß in den schwersten Zeiten meines Lebens
nur eine Spur im Sand zu sehen ist.
Warum hast du mich allein gelassen,
als ich dich am meisten brauchte?“

 

Da antwortete er: „Mein liebes Kind,
ich liebe dich und werde dich nie allein lassen,
erst recht nicht in Nöten und Schwierigkeiten. Dort, wo du nur eine Spur gesehen hast,
da habe ich dich getragen.“

Von: Margaret Fishback Powers
Copyright ©1964 Margaret Fishback Powers
Übersetzt von Eva-Maria Busch
Copyright © der deutschen Übersetzung 1996 Brunnen Verlag Gießen. www.brunnen-verlag.de

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